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Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbands und Delegiertenversammlung der Kreisjugendfeuerwehr

In der Rudolf-Then-Halle in Michelbach begrüßten der Verbandsvorsitzende Alfred Fetzer und Bürgermeister André Dörr 92 Delegierte der Feuerwehren und 71 Delegierte der Jugendfeuerwehren sowie zahlreiche Gäste aus Politik und der Blaulicht-Familie.

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr berichtete Fetzer, dass den 30 Freiwilligen Feuerwehren und der Werkfeuerwehr 3082 aktive Kameradinnen und Kameraden angehören. Sie rückten zu 335 Brandeinsätzen, 516 technischen Hilfeleistungen und 130 sonstigen Einsätzen aus. 438-mal gab es Fehlalarme. Gerettet wurden 128 Menschen.

Er zeigte außerdem Verständnis für Kommandanten, die Tätigkeiten ablehnen, die über die gesetzlichen Pflichtaufgaben hinausgehen. Dieses Verständnis fordere er auch von Bürgern und den Kommunen ein. An die Verantwortlichen im Bund, im Land und in den Kommunen gerichtet rief der Vorsitzende dazu auf: „Sparen Sie nicht da, wo es direkt mit Menschen zu tun hat. Nehmen Sie den Menschen nicht die Motivation freiwillig etwas zu bewegen.“ Richtig teuer für alle würde es werden, wenn die Ehrenamtlichen aufhören, zu wirken. 

Kreisjugendfeuerwehrwartin Lara Berger griff das Thema ‚Schutzkonzept‘ auf. Der Schutz von Kindeswohl, die Prävention und der Gewaltschutz sind zwar schon länger in den Jugendfeuerwehren verwurzelt. Der Schutzauftrag sei jedoch nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern Teil des gesetzlichen und gesellschaftlichen Auftrags in der Kinder- und Jugendarbeit und müsse in den Kommunen konkret umgesetzt werden. Nicht allein deshalb, weil es seit Mitte 2025 eine konkrete gesetzliche Vorgabe dazu gibt. Den Rückblick auf die Veranstaltungen der Kreisjugendfeuerwehr (957 Mitglieder sind in den Kinder- und Jugendfeuerwehren) gaben heuer erstmals zwei Jugendsprecher. Sopia Fürnschuß und Torben Hespelt traten dazu ans Mikrofon.

Dass die Mithilfe in der Feuerwehr nicht mit 65 Jahren enden muss, zeigte Roland Schmitt auf. Der Obmann von 765 Senioren erläuterte, dass in Mainhardt die Senioren die Fahrzeuge beim Feuerwehr-TÜV vorfahren, um die aktiven Mitglieder zeitlich zu entlasten. 

Die rund 60 Musikerinnen und Musiker der Musikzüge aus Wallhausen und Ilshofen unterhielten 2025 bei fast 30 Auftritten, berichtete Kreisstabführer Louis Jourdan.

Das Thema ‚Selbstverantwortung der Bürger‘ griffen Bezirksbrandmeister Adrian Wiebel („Der Staat ist nicht für alles da“) und die Landtagsabgeordnete Isabell Rathgeb (CDU) auf: „Bei Wasser im Keller muss man den Putzlappen auch mal selbst in die Hand nehmen und nicht wegen jedem Käs‘ die Feuerwehr rufen.“ Rathgeb ist im neuen Landesparlament im Arbeitskreis Inneres mit Schwerpunkt Bevölkerungsschutz aktiv. Die Abgeordnete Lea Geldner (Bündnis 90/Die Grünen) sieht eine Verbindung zur Jugendarbeit der Feuerwehren darin, dass sie in den Ausschüssen Soziales und Bildung im Landtag tätig sein wird. In Bezug auf Unwettereinsätze gehören für sie Klimaschutz und Katastrophenschutz zusammen. In Bezug auf längere und flächenmäßig ausgedehnte Stromausfälle in der jüngsten Vergangenheit ruft der stellvertretende Präsident des Landesfeuerwehrverbands, Armin Klingenbeck, dazu auf, nicht nur in der eigenen Kommune zu planen, sondern „größer zu denken“. Genau wie der Vertreter der Bürgermeister, Stephan Türke, ruft Klingenbeck zur Mitarbeit in den Verbandsgremien auf. 

Christian von Stetten (MdB, CDU) wisse, dass Feuerwehrleute nicht nur für die eigene Familie Verantwortung übernehmen, sondern auch für andere Familien, wenn diese in Not geraten. Zur Unterstützung der Ehrenamtlichen hat der Bund die steuerlichen Ehrenamtspauschalen 2026 angehoben.
Kreisrat Kurt Möller (AfD) bezeichnete die Feuerwehrleute als „Diamanten in der Kommune“. Er wies darauf hin, dass sich manche Kommunen mit Fahrzeugbeschaffungen schwertun, weil sie den geforderten Eigenanteil nicht stemmen könnten. Lobende Worte fanden auch die Kreisrätin Martina Eirich (Freie) und Kreisrat Johannes Ehrmann (SPD) für die Arbeit der Feuerwehren. 

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2026 - Verbandsversammlung Michelbach an der Bilz (SO, 14. Juni 2026)

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