„Baden-Württemberg ist das Ehrenamtsland schlechthin. Allein die rund 300.000 Ehrenamtlichen bei Feuerwehr, im Sanitätsdienst und im Katastrophenschutz machen eines deutlich: ohne das Ehrenamt ist kein Staat zu machen. Deshalb danke ich gerade auch den Arbeitgebern, die das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter für den Bevölkerungsschutz voll und ganz unterstützen – und damit ein tragfähiges Fundament unseres Landes legen. Die Arbeitgeber gewährleisten damit auch, dass sich unsere Bürgerinnen und Bürger darauf verlassen, dass im Notfall schnell Hilfe kommt“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration kürzlich bei einer Feierstunde in Stuttgart.

Das Innenministerium hat in diesem Jahr neben 40 weiteren Arbeitgebern aus Baden-Württemberg die ihren Mitarbeitern den ehrenamtlichen Einsatz während der Arbeitszeit ermöglichen auch die Firma Bausch + Ströbel aus Ilshofen ausgezeichnet. Im Notfall können dort über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach einer Alarmierung unverzüglich in den Einsatz gehen. Außerdem stellt die Firma arbeitsnahe Parkplätze bereit und das Firmengelände für Übungen zur Verfügung. Ohne diese Unterstützung durch die Arbeitgeber wäre die Bewältigung von verheerenden Naturkatastrophen, Bränden, Verkehrsunfällen und großen Unglücksfällen unmöglich. „Mit der Auszeichnung wollen wir diesen Arbeitgebern als Land unsere Anerkennung und Wertschätzung entgegenbringen“, unterstrich Minister Thomas Strobl.

Der Innenminister wies darauf hin, dass die Arbeitgeber auch durch die Kenntnisse der Ehrenamtlichen profitieren. „Ehrenamtlich engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Sie sind im höchsten Maße motiviert und engagieren sich regelmäßig über das normale Maß hinaus – das ist vorbildlich“, verdeutlichte der Innenminister.

Alfred Fetzer, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Schwäbisch Hall, und Ilshofens Bürgermeister Martin Blessing gratulierten dem Geschäftsführer Thorsten Bullinger und Tanja Bullinger von Bausch + Ströbel zu dieser Auszeichnung.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Gerabronn war 1970 mit der Gründung der ersten Jugendfeuerwehr im Landkreis Schwäbisch Hall nicht nur damals Vorreiter bei der Nachwuchsförderung. Im Jahr 2006 wurde dort auch die erste Kinderfeuerwehr ins Leben gerufen. Jetzt zeigt sich der Erfolg: Erstmals treten junge Männer in die aktive Abteilung über, die vor zwölf Jahren in der Kinderfeuerwehr begonnen hatten. Mehr dazu hier im Artikel des Hohenloher Tagblatts.

Seit Mai 2018 ist Torsten Wehler ehrenamtlicher Fachberater Chemie beim Landkreis Schwäbisch Hall. Er berät die Feuerwehrkommandanten beispielsweise im Fall eines Chemieunfalls. Auch bei Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen ist sein Rat gefragt. Landrat Gerhard Bauer freute sich über die Ernennung des 32-Jährigen: „Das hohe Engagement von Herrn Wehler ist ein Gewinn für unseren Landkreis.“ Das Amt wird ehrenamtlich ausgeführt. Ohne das ehrenamtliche Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr könnte die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger im Landkreis nicht gewährleistet werden“, merkt Erster Landesbeamte Michael Knaus an.

Torsten Wehler ist Lehrer für die Fächer Chemie und Natur-Wissenschaft-Technik am Gymnasium St. Michael in Schwäbisch Hall. Seit seiner Jugend ist er bei der Feuerwehr aktiv. Er unterstützt bei der Truppmann-/Truppführerausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr Schwäbisch Hall als Ausbilder im Fachbereich Brennen, Löschen und Gefahrgut. Außerdem nimmt Wehler aktiv am Gefahrgutzug und in der Führungsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Schwäbisch Hall teil.
(Text & Bild: Landratsamt Schwäbisch Hall)

Erster Landesbeamter Michael Knaus gratuliert Torsten Wehler zur Ernennung. Kreisbrandmeister Werner Vogel (rechts) und der Haller Stadtbrandmeister Peter Schneider freuen sich ebenfalls über den neuen Fachberater.

„Vor einer Scheune ist gelagerter Sperrmüll in Brand geraten. Der Brand droht durch ein offenstehendes Fenster auf das angrenzende Wohnhaus überzugreifen. Die Eingangstür ist verschlossen. Während der Angriffstrupp das Feuer bekämpft, ruft eine Person auf dem Balkon des Wohnhauses um Hilfe.“

So steht es in der Vorlage zum Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze. Eine Situation, wie sie tagtäglich passieren kann. Das beschriebene Wohnhaus ist allerdings nur ein Gerüst und die Brandstellen werden durch Fallklappen dargestellt. Die Person, die um Hilfe ruft, ist jedoch reell und muss über eine Leiter in Sicherheit gebracht werden. Neun Feuerwehrleute, die jeweils eine Gruppe bilden und in einem Löschfahrzeug Platz finden, müssen zusammen die gestellten Aufgaben lösen. Die überwiegenden Funktionen innerhalb der Gruppe werden zuvor ausgelost. Somit muss jeder alle Tätigkeiten genau kennen. Deshalb haben die 22 Gruppen, die nach Kreßberg-Marktlustenau gekommen sind, seit Wochen auf den Tag der Prüfung hingearbeitet. Unzählige Übungsstunden wurden investiert, um möglichst fehlerfrei und innerhalb der vorgegebenen Zeit die Aufgaben zu lösen. Denn: während der Prüfung sind die Augen der Schiedsrichter auf jeden Handgriff gerichtet und die Stoppuhr läuft mit.

Mit dem Befehl „Zum Abmarsch fertig“ signalisiert der Gruppenführer, dass die Übung beendet ist. Das Feuer ist aus, weil alle Fallklappen umgespritzt wurden, und die Person konnte unversehrt vom Balkon des Hauses gerettet werden. Ob das Abzeichen an die Gruppe verliehen werden kann, zeigt sich jedoch erst, wenn die Schiedsrichter die festgestellten Fehlerpunkte zusammengerechnet haben. Alle elf angetretenen Gruppen konnten in Marktlustenau das Abzeichen in Bronze erfolgreich abschließen und das Abzeichen von Kreisbrandmeister Werner Vogel in Empfang nehmen. Fünf Gruppen bestanden das Abzeichen in Silber und sechs Gruppen in Gold. Um diese beiden Abzeichen zu erhalten, muss der Löschangriff unter Atemschutz ausgeführt werden und es gibt einen zweiten Teil, bei dem die Handgriffe und Befehle bei der technischen Hilfeleistung sitzen müssen. Für das goldene Abzeichen müssen in einem schriftlichen Teil Fragen aus dem Feuerwehralltag beantwortet werden.

„Alles hat wunderbar geklappt und wir freuen uns, dass alle Gruppen bestanden haben“, so Kreisbrandmeister Werner Vogel, als am Samstagabend alle Abzeichen verliehen waren. Gleichzeitig bedankte er sich bei Gerhard Utz aus Blaufelden-Wiesenbach im Beisein seiner Schiedsrichterkollegen für seinen Einsatz, da er nach zehn Jahren seine Tätigkeit als Obmann der Schiedsrichter an Peter Hanselmann aus Gerabronn abgegeben hat.

Bei der Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Schwäbisch Hall in Vellberg konnte der Vorsitzende Alfred Fetzer Ehrungen für Feuerwehrleute vornehmen, die zusätzlich zur Feuerwehrarbeit in den Kommunen seit Jahren aktiv im Feuerwehrverband mitarbeiten:

Das Silberne Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Schwäbisch Hall (KFV SHA) verlieh er für mindestens zehn Jahre Mitarbeit im Verbandsausschuss an Jens Doberer (Blaufelden), Jochen Hanselmann (Gerabronn), Gerhard Horlacher (Gaildorf), Christoph Knirsch (Michelfeld), Reiner Kreft (Wallhausen), Jens Marquardt (Vellberg), Josef Mütsch (Bühlertann), Jürgen Seiter (Obersontheim), Jürgen Most (Michelbach/Bilz), Martin Kett (Kreßberg).

Das Goldene Ehrenkreuz des KFV SHA für 25 Jahre aktive Mitarbeit im Verbandsausschuss erhielt Benno Wieland (Oberrot).

Mit der Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg (LFV) in Silber für 30 Jahre Mitarbeit im Verbandsausschuss und seit 15 Jahren Obmann der Feuerwehr-Altersabteilungen wurde Gerhard Braun (Untermünkheim) ausgezeichnet und für 20 Jahre Mitarbeit im Verbandsausschuss Dieter Bachmaier (Stimpfach).

Die Ehrenmedaille des LFV in Gold erhielt der Erste Landesbeamte Michael Knaus für die verlässliche Unterstützung der Feuerwehrarbeit im Landkreis seit 2008. Außerdem Kreisbrandmeister Werner Vogel (Crailsheim), der seit über 32 Jahren im Verbandsausschuss, davon 16 Jahre als stellvertretender Vorsitzender tätig ist und seit 1997 technischer Einsatzleiter im Führungsstab und seit 2003 Vorsitzender des Arbeitskreises der Kreisbrandmeister in Baden-Württemberg ist.

Das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber für 25 Jahre Mitarbeit im Ausschuss und in der Öffentlichkeitsarbeit konnte Fetzer an Thomas Baumann (Schrozberg) verleihen. Auch Wolfgang Peikert (Schwäbisch Hall), der von 1984 bis 1988 Kreisjugendfeuerwehrwart, von 1990 bis 2008 Kassier des KFV und seither Kassenprüfer war, erhielt diese Auszeichnung. Außerdem war er als Schiedsrichter bei Leistungsabzeichen tätig und ist Kreisausbilder.

SWR 4 feiert am Pfingstsonntag die Feuerwehr. Alle Informationen gibt es im Internet. Einfach auf das Plakat klicken. 

„Partner der Feuerwehr“ kann sich die Firma Bausch + Ströbel aus Ilshofen nun zu Recht nennen. Der Kreisfeuerwehr-Verbandsvorsitzende Alfred Fetzer überreichte dem geschäftsführenden Gesellschafter Thorsten Bullinger das Förderschild für den vorbildlichen Einsatz beim Brandschutz und bei der Unterstützung der Mitarbeiter, die sich in der Feuerwehr engagieren. Die Verleihung fand im Rahmen der neu ins Leben gerufenen Veranstaltungsreihe „Feuerwehr trifft Industrie und Gewerbe“ statt, deren Start beim Verpackungsmaschinenhersteller stattfand und an der mehr als 50 Kommandanten und deren Stellvertreter teilnahmen.

Von den rund 1400 Mitarbeitern sind zirka 70 ehrenamtlich bei der Feuerwehr engagiert, darunter auch der Ilshofener Kommandant Sebastian Gehring und sein Kommandanten-Kollege Matthias Frank aus dem Nachbarort Wolpertshausen. Frank ist außerdem Brandschutzbeauftragter bei Bausch + Ströbel. „Wir haben es geschafft, die Anzahl der Täuschungsalarme der Brandmeldeanlage auf null zu reduzieren“, so Frank. Doch nicht nur der vorbildliche Brandschutz zeichnet die Firma Bausch + Ströbel aus, sie reserviert für die Feuerwehrleute auch schnell erreichbare Parkplätze auf dem Firmengelände. „Beim Einsatz der Feuerwehr geht es um Leib und Leben,

2017 rund 19 % weniger Feuerwehreinsätze als im Vorjahr

Im Jahr 2017 mussten die Feuerwehren zu insgesamt 1.576 Einsätzen ausrücken. Das sind 366 Feuerwehreinsätze weniger als im Vorjahr. Durch die Feuerwehren des Landkreises wurden im Jahr 2017 insgesamt 123 Menschen aus schwierigen Lagen lebend gerettet. Für 22 Menschen kam, trotz des sofortigen Einsatzes der Retter, jede Hilfe zu spät. 

Die Gesamtstärke der 30 Gemeindefeuerwehren im Landkreis Schwäbisch Hall ist seit 2016 leicht zurückgegangen. In den 30 Gemeindefeuerwehren waren 2017 insgesamt 2.978 Feuerwehrfrauen und -männer dienstbereit. In den 29 Jugendfeuerwehren engagieren sich aktuell 660 Jugendliche. „Um die Alarmsicherheit auch in Zukunft zu gewährleisten sind die Feuerwehren ständig auf der Suche nach Verstärkung. Über den Zuwachs in unseren Jugendfeuerwehren und den mittlerweile zehn Kinderfeuerwehren freuen wir uns deshalb ganz besonders“, so Kreisbrandmeister Werner Vogel. „Die Feuerwehr ist kein `Hobby`, wer dazugehören möchte muss die Bereitschaft mitbringen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die eigenen Interessen zurückzustellen, wenn wir gebraucht werden.“

Die 2.978 aktiven Mitglieder der Feuerwehren im Landkreis Schwäbisch Hall wurden im vergangenen Jahr zu 272

In Zusammenarbeit mit dem Haller Tagblatt, dem Hohenloher Tagblatt und der Gaildorfer Rundschau ist kürzlich das Jahresmagazin des Kreisfeuerwehrverbandes Schwäbisch Hall e.V. erschienen. Mit einer Auflage von rund 38.000 Stück erreichen die Feuerwehren des Landkreises damit viele Bürgerinnen und Bürger, die sich im neuen Magazin Brandaktuell über die Aktivitäten der Feuerwehren informieren können.
Neben Berichten über Kameraden und deren Engagement, besondere Einsätze und der Reportage über eine Rettung einer eingeklemmten Person aus einem Auto, steht ein Rückblick auf die Großveranstaltung "Erlebnis Feuerwehr" im Mai 2017 im Mittelpunkt der Broschüre. Die Hefte sind bei den Feuerwehren erhältlich oder online hier.

Weitere Beiträge ...

Termine

September 2018
Mo Di Mi Do Fr Sa So
27 28 29 30 31 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
Sa, 29.09.2018 00:00 Uhr
KJF - Sitzung Kreisjugendleitung
Sa, 29.09.2018 00:00 Uhr
KJF - Walter-Klenk-Pokalturner
Sa, 06.10.2018 00:00 Uhr
KJF - Leistungsmarsch Kinderfeuerwehren
Fr, 19.10.2018 00:00 Uhr
KJF - Jugendwarte-Dienstbesprechung
Sa, 20.10.2018 00:00 Uhr
LFV B.-W. - Verbandsversammlung in Tuttlingen
Sa, 03.11.2018 00:00 Uhr
KFV - Fachvorträge (Biogas/Einsatzhygiene)
Fr, 09.11.2018 00:00 Uhr
Lkr. SHA - Wirtschaftsmesse in Ilshofen
Sa, 10.11.2018 00:00 Uhr
Lkr. SHA - Wirtschaftsmesse in Ilshofen
So, 11.11.2018 00:00 Uhr
Lkr. SHA - Wirtschaftsmesse in Ilshofen
Mi, 14.11.2018 19:30 Uhr
KFV - Ausschuss-Sitzung

Brandschutztipps

  • Alarmsignale sind Pflicht

    Sie wohnen bei einem Feuerwehrhaus oder an einer Hauptstraße. Nachts um 3 Uhr fährt mit lautem Signal die Feuerwehr an ihrem Haus vorbei.
    Sie werden wach. Was denken

    ...

LFV-BW

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen