Nach dem einstimmigen Votum des Kreistags konnte Landrat Gerhard Bauer den Schwäbisch Haller Stadtbrandmeister Peter Schneider zum stellvertretenden Kreisbrandmeister ernennen. Schneider ist somit für die nächsten fünf Jahren als Ehrenbeamter einer von vier Stellvertretern von Kreisbrandmeister Werner Vogel. Zusammen mit den Stadtbrandmeistern Armin Klingenbeck (Crailsheim), Marc Möbus (Schrozberg) und Matthias Trumpp (Gerabronn) übernimmt er dann unter anderem abwechselnd die Wochenend-Bereitschaft sowie die Vertretung des Kreisbrandmeisters bei dessen Abwesenheit und steht den Feuerwehren bei umfangreicheren Einsätzen beratend zur Seite.

 

 

Foto: Haller Tagblatt

Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas Haas konnte Marco Heigold aus Vellberg mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Gold auszeichnen. Heigold ist seit 2002 Jugendfeuerwehrwart in Vellberg. 2013 initiierte er die Gründung der Kindergruppe in seiner Stadt, wo er nun auch stellvertretender Kommandant ist. Auf Kreisebene ist er seit 15 Jahren Schiedsrichter für die Leistungsspange und seit 2014 Fachgebietsleiter Kindergruppen. Seit 2017 ist er außerdem stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart. „Damit ist Marco nicht nur eine tragende Stütze, sondern auch Initiator auf Kreisebene“, betonte Haas bei der Verleihung.

 

Für sein 10-jähriges Engagement als Obmann der Schiedsrichter erhielt Gerhard Utz aus Blaufelden-Wiesenbach neben dem Dank vom Verbandsvorsitzenden Alfred Fetzer ein Geschenk. Utz sorgte nicht nur für die Weiterbildung der Schiedsrichter, sondern organisierte auch deren Einsatz bei den Leistungsabzeichen und den Geschicklichkeitsfahren für Maschinisten. Der Kreis schloss sich im vergangenen Jahr in Kreßberg. Dort, wo Utz‘ erste Leistungsabzeichen-Abnahme war, war auch seine letzte.   

Zur Mitgliederversammlung war der Kreisfeuerwehrverband Schwäbisch Hall zu Gast in Fichtenau. Am Sonntagmorgen begrüßte Bürgermeisterin Anja Wagemann die Delegierten der 30 Freiwilligen Feuerwehren und der Werkfeuerwehr Bosch. Im Rückblick auf ihre Kindheit stellte sie fest, dass ihr Vater ihr Held gewesen sei. Er war nämlich Feuerwehrmann. Assoziierte sie früher Feuerwehr hauptsächlich mit Bränden, sehe sie heute die vielfältigen Tätigkeiten und das breite Einsatzspektrum der Feuerwehren. Neben der Polizei stelle die Feuerwehr die Sicherheit in der Gemeinde sicher.

In seinem Bericht beleuchtete der Vorsitzende Alfred Fetzer zunächst die Entwicklung der Feuerwehren, die ursprünglich als Nachbarschaftshilfe begonnen hatte. Durch den demografischen Wandel und einen Wertewandel verliere jedoch die Idee der Nachbarschaftshilfe an Überzeugungskraft. Das digitale Leben, das viel Zeit im „un-sozialen“ Netz binde, sorge ebenso für Veränderungen in der Gesellschaft. Zur Unterstützung des Ehrenamts in den Feuerwehren forderte Fetzer von der Politik, endlich wieder auf die Menschen zu schauen, die dafür sorgen, dass die Gesellschaft funktioniert. Sei es mit geldwerten Vorteilen als Ausgleich für Lebenszeit, Krafteinsatz und Risikobereitschaft, mit einer Ehrenamtsrente oder der Ehrenamtskarte. Auch müssten die finanziellen Mittel für die persönliche Schutzausrüstung und die aktuelle technische Ausrüstung zur Verfügung gestellt werden. Im Jahr 2018 rückten die Feuerwehren im Landkreis zu 1.732 Einsätzen (davon 284 Brände und 858 technische Hilfeleistungen) aus. Hierbei wurden 131 Menschen aus schwierigen Lagen gerettet. 2.972 Feuerwehrfrauen und -männer waren zum Jahresende 2018 dienstbereit.

Über die vielseitigen Aktivitäten in den 29 Jugendfeuerwehren und zehn Kindergruppen berichtete Kreisjugendfeuerwehrwarte Thomas Haas.

Im Museum sind neben der ältesten Ganzstahldrehleiter in Baden-Württemberg, der Magirus KL 24 von 1933, weitere Spritzen, Leitern und Feuerwehrgerätschaften, welche bis aus dem 14. Jahrhundert datieren, zu sehen. Außerdem hat das Museum Europas größte internationale Sammlung historischer Feuerwehrhelme mit über 600 Exemplaren. Tausende Stunden Handarbeit stecken in der Modellfahrzeugsammlung des Kirchbergers Frieder App. Er hat alle Feuerwehrfahrzeuge des Landkreises Schwäbisch Hall seit 1925 in Miniaturausführung nachgebaut! Der Grundstein für das Museum wurde bereits in den 1970-er Jahren durch eine private Sammlung von Walter Seyboth gelegt, welche nach einer Stiftung im Jahre 1995 in der Gründung des Feuerwehrmuseums mündete. Das Haller Feuerwehrmuseum befindet sich mit der Hauptstelle mit rund 6 000 Ausstellungsstücken in der ehemaligen Baumwollspinnerei am Rande der Innenstadt von Schwäbisch Hall mit   1 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Eine Außenstelle des Museums befindet sich im Freilandmuseum Wackershofen. Dort steht in dem typisch hohenlohischen Museumsdorf eine alte Holzlagerhalle, in der die Entwicklung der Feuerwehren im ländlichen Raum dargestellt wird.

Das Museum im Rippberg 3 hat wieder geöffnet an den Sonntagen 7. Juli und 21. Juli. Jeweils von 11 Uhr bis 16 Uhr. Hier geht es zur Homepage des Museums.

Nicht nur die Post- und Zeitungszusteller oder der Paketdienst freuen sich, wenn die Hausnummer gut erkennbar ist. Gerade auch Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sind bei jedem Notfall auf deutlich sichtbar angebrachte Hausnummern angewiesen, um den Einsatzort schnellstmöglich zu finden. Schlecht erkennbare Hausnummerierungen können im Notfall wertvolle Zeit kosten. Bei Noteinsätzen können einige Minuten Suche nach dem richtigen Haus schwerwiegende Folgen haben. Gut sichtbar angebrachte Hausnummern können daher Leben retten. Besonders in kleinen Ortschaften, in denen es keine Straßennamen gibt, ist es für die Rettungsorganisationen wichtig, das richtige Haus schnell zu finden. Dies ist nur möglich, wenn die Hausnummer gut sichtbar ist. Nach dem Bundesbaugesetz ist jeder Eigentümer sogar verpflichtet, sein Grundstück mit der von der Gemeinde festgesetzten Nummer zu versehen. Die Hausnummern müssen dabei von der Straße aus, in die das Haus einnummeriert ist, gut lesbar sein.

Alfred Fetzer vom Kreisfeuerwehrverband empfiehlt daher: „Bringen Sie die Hausnummern gut lesbar und in einer Höhe von nicht mehr als drei Metern an.“

 

In Zusammenarbeit mit dem Haller Tagblatt, dem Hohenloher Tagblatt und der Gaildorfer Rundschau ist das Jahresmagazin des Kreisfeuerwehrverbandes Schwäbisch Hall e.V. erschienen. Mit einer Auflage von rund 38.000 Stück erreichen die Feuerwehren des Landkreises damit viele Bürgerinnen und Bürger, die sich im neuen Magazin Brandaktuell über die Aktivitäten der Feuerwehren informieren können.
Neben Berichten über Frauen in der Feuerwehr und der gelungenen Integration eines Iraners berichten die 30 Feuerwehren über Übungen, Einsätze, neue Gerätehäuser und Fahrzeuge. Die Hefte sind bei den Feuerwehren oder den Rathäusern erhältlich. Online geht es hier zum neuen Heft.

Zum jährlichen Kommandantenfrühstück hatte Verbandsvorsitzender Alfred Fetzer am Sonntag, dem 3. März 2019, nach Ilshofen eingeladen. In lockerer Atmosphäre konnten sich die Feuerwehrkommandanten und ihre Stellvertreter beim Weißwurstfrühstück austauschen. Mit interessanten Informationen über den Umgang mit der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung, die seit Mai 2018 gilt, wartete der stellvertretende Vorsitzende Werner Vogel auf. Auch der Erste Landesbeamte, Michael Knaus, war nach Ilshofen gekommen. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und dem Verband: "Wir ziehen gemeinsam an einem Strang - und auch in die richtige Richtung." Er sprach auch die erfolgreiche Jugendarbeit bei den Feuerwehren an und dass es bei der Frauenquote noch Potential nach oben gebe. Weitere Themen des Vormittags waren die im März erscheinende Feuerwehrzeitung, Lehrgänge auf Kreisebene, das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr und der Umgang mit Reisigverbrennungen.

 

Die Nummer 112 steht in ganz Europa und in vielen weiteren Staaten für den Notruf. Egal, ob aus dem Festnetz oder vom mobilen Netz, der Notruf unter dieser Nummer ist kostenlos. Am 11. Februar ist überall in Europa der „112-Tag“. 

Anrufer, die die Nummer 112 wählen werden an die nächste Rettungsleitstelle verbunden, um die Feuerwehr oder einen Krankenwagen zu rufen. Vor mehr als 25 Jahren wurde diese Nummer als europaweite Notrufnummer von den Mitgliedern der Europäischen Union beschlossen. Zahlreiche nationale Notrufnummern wurden damals durch diese kurze einprägsame Notrufnummer ersetzt. Ziel war es, die einheitliche, europaweit gültige Notrufnummer 112 in der Bevölkerung bekannt zu machen. 

„Egal, ob es brennt und die Feuerwehr gebraucht wird, oder ob bei einem Unfall der Rettungsdienst vor Ort kommen muss: die 112 ist immer richtig“, bestätigt

Kamerad Jochen Bolze erlitt am Sonntag, dem 13. Januar 2019, nach der erfolgreichen Rettung eines schwer verletzten Autofahrers durch die Feuerwehr Crailsheim auf der Autobahn A 6 einen medizinischen Notfall. Trotz sofortiger Versorgung durch seine Feuerwehrkameraden und den Notarzt verstarb der 53-Jährige im Krankenhaus.

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung fand am Mittwoch, dem 23. Januar 2019 auf dem Hauptfriedhof in Crailsheim statt.

 

Aus den Händen des stellvertretenden Ministerpräsidenten und Innenministers Thomas Strobl erhielt Joachim Hägele aus Kreßberg das Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen 2018 verliehen. Mit dem Ehrenzeichen werden Mitbürger ausgezeichnet, die sich um den Bevölkerungsschutz in Baden-Württemberg verdient gemacht haben und für die es selbstverständlich ist, sich für andere Menschen einzusetzen - und dies über viele Jahre in ganz besonders nachhaltiger Art und Weise.

Foto: Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg

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23. Juli 2019

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