„Vor einer Scheune ist gelagerter Sperrmüll in Brand geraten. Der Brand droht durch ein offenstehendes Fenster auf das angrenzende Wohnhaus überzugreifen. Die Eingangstür ist verschlossen. Während der Angriffstrupp das Feuer bekämpft, ruft eine Person auf dem Balkon des Wohnhauses um Hilfe.“

So steht es in der Vorlage zum Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze. Eine Situation, wie sie tagtäglich passieren kann. Das beschriebene Wohnhaus ist allerdings nur ein Gerüst und die Brandstellen werden durch Fallklappen dargestellt. Die Person, die um Hilfe ruft, ist jedoch reell und muss über eine Leiter in Sicherheit gebracht werden. Neun Feuerwehrleute, die jeweils eine Gruppe bilden und in einem Löschfahrzeug Platz finden, müssen zusammen die gestellten Aufgaben lösen. Die überwiegenden Funktionen innerhalb der Gruppe werden zuvor ausgelost. Somit muss jeder alle Tätigkeiten genau kennen. Deshalb haben die 22 Gruppen, die nach Kreßberg-Marktlustenau gekommen sind, seit Wochen auf den Tag der Prüfung hingearbeitet. Unzählige Übungsstunden wurden investiert, um möglichst fehlerfrei und innerhalb der vorgegebenen Zeit die Aufgaben zu lösen. Denn: während der Prüfung sind die Augen der Schiedsrichter auf jeden Handgriff gerichtet und die Stoppuhr läuft mit.

Mit dem Befehl „Zum Abmarsch fertig“ signalisiert der Gruppenführer, dass die Übung beendet ist. Das Feuer ist aus, weil alle Fallklappen umgespritzt wurden, und die Person konnte unversehrt vom Balkon des Hauses gerettet werden. Ob das Abzeichen an die Gruppe verliehen werden kann, zeigt sich jedoch erst, wenn die Schiedsrichter die festgestellten Fehlerpunkte zusammengerechnet haben. Alle elf angetretenen Gruppen konnten in Marktlustenau das Abzeichen in Bronze erfolgreich abschließen und das Abzeichen von Kreisbrandmeister Werner Vogel in Empfang nehmen. Fünf Gruppen bestanden das Abzeichen in Silber und sechs Gruppen in Gold. Um diese beiden Abzeichen zu erhalten, muss der Löschangriff unter Atemschutz ausgeführt werden und es gibt einen zweiten Teil, bei dem die Handgriffe und Befehle bei der technischen Hilfeleistung sitzen müssen. Für das goldene Abzeichen müssen in einem schriftlichen Teil Fragen aus dem Feuerwehralltag beantwortet werden.

„Alles hat wunderbar geklappt und wir freuen uns, dass alle Gruppen bestanden haben“, so Kreisbrandmeister Werner Vogel, als am Samstagabend alle Abzeichen verliehen waren. Gleichzeitig bedankte er sich bei Gerhard Utz aus Blaufelden-Wiesenbach im Beisein seiner Schiedsrichterkollegen für seinen Einsatz, da er nach zehn Jahren seine Tätigkeit als Obmann der Schiedsrichter an Peter Hanselmann aus Gerabronn abgegeben hat.

Bei der Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Schwäbisch Hall in Vellberg konnte der Vorsitzende Alfred Fetzer Ehrungen für Feuerwehrleute vornehmen, die zusätzlich zur Feuerwehrarbeit in den Kommunen seit Jahren aktiv im Feuerwehrverband mitarbeiten:

Das Silberne Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Schwäbisch Hall (KFV SHA) verlieh er für mindestens zehn Jahre Mitarbeit im Verbandsausschuss an Jens Doberer (Blaufelden), Jochen Hanselmann (Gerabronn), Gerhard Horlacher (Gaildorf), Christoph Knirsch (Michelfeld), Reiner Kreft (Wallhausen), Jens Marquardt (Vellberg), Josef Mütsch (Bühlertann), Jürgen Seiter (Obersontheim), Jürgen Most (Michelbach/Bilz), Martin Kett (Kreßberg).

Das Goldene Ehrenkreuz des KFV SHA für 25 Jahre aktive Mitarbeit im Verbandsausschuss erhielt Benno Wieland (Oberrot).

Mit der Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg (LFV) in Silber für 30 Jahre Mitarbeit im Verbandsausschuss und seit 15 Jahren Obmann der Feuerwehr-Altersabteilungen wurde Gerhard Braun (Untermünkheim) ausgezeichnet und für 20 Jahre Mitarbeit im Verbandsausschuss Dieter Bachmaier (Stimpfach).

Die Ehrenmedaille des LFV in Gold erhielt der Erste Landesbeamte Michael Knaus für die verlässliche Unterstützung der Feuerwehrarbeit im Landkreis seit 2008. Außerdem Kreisbrandmeister Werner Vogel (Crailsheim), der seit über 32 Jahren im Verbandsausschuss, davon 16 Jahre als stellvertretender Vorsitzender tätig ist und seit 1997 technischer Einsatzleiter im Führungsstab und seit 2003 Vorsitzender des Arbeitskreises der Kreisbrandmeister in Baden-Württemberg ist.

Das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber für 25 Jahre Mitarbeit im Ausschuss und in der Öffentlichkeitsarbeit konnte Fetzer an Thomas Baumann (Schrozberg) verleihen. Auch Wolfgang Peikert (Schwäbisch Hall), der von 1984 bis 1988 Kreisjugendfeuerwehrwart, von 1990 bis 2008 Kassier des KFV und seither Kassenprüfer war, erhielt diese Auszeichnung. Außerdem war er als Schiedsrichter bei Leistungsabzeichen tätig und ist Kreisausbilder.

SWR 4 feiert am Pfingstsonntag die Feuerwehr. Alle Informationen gibt es im Internet. Einfach auf das Plakat klicken. 

„Partner der Feuerwehr“ kann sich die Firma Bausch + Ströbel aus Ilshofen nun zu Recht nennen. Der Kreisfeuerwehr-Verbandsvorsitzende Alfred Fetzer überreichte dem geschäftsführenden Gesellschafter Thorsten Bullinger das Förderschild für den vorbildlichen Einsatz beim Brandschutz und bei der Unterstützung der Mitarbeiter, die sich in der Feuerwehr engagieren. Die Verleihung fand im Rahmen der neu ins Leben gerufenen Veranstaltungsreihe „Feuerwehr trifft Industrie und Gewerbe“ statt, deren Start beim Verpackungsmaschinenhersteller stattfand und an der mehr als 50 Kommandanten und deren Stellvertreter teilnahmen.

Von den rund 1400 Mitarbeitern sind zirka 70 ehrenamtlich bei der Feuerwehr engagiert, darunter auch der Ilshofener Kommandant Sebastian Gehring und sein Kommandanten-Kollege Matthias Frank aus dem Nachbarort Wolpertshausen. Frank ist außerdem Brandschutzbeauftragter bei Bausch + Ströbel. „Wir haben es geschafft, die Anzahl der Täuschungsalarme der Brandmeldeanlage auf null zu reduzieren“, so Frank. Doch nicht nur der vorbildliche Brandschutz zeichnet die Firma Bausch + Ströbel aus, sie reserviert für die Feuerwehrleute auch schnell erreichbare Parkplätze auf dem Firmengelände. „Beim Einsatz der Feuerwehr geht es um Leib und Leben,

2017 rund 19 % weniger Feuerwehreinsätze als im Vorjahr

Im Jahr 2017 mussten die Feuerwehren zu insgesamt 1.576 Einsätzen ausrücken. Das sind 366 Feuerwehreinsätze weniger als im Vorjahr. Durch die Feuerwehren des Landkreises wurden im Jahr 2017 insgesamt 123 Menschen aus schwierigen Lagen lebend gerettet. Für 22 Menschen kam, trotz des sofortigen Einsatzes der Retter, jede Hilfe zu spät. 

Die Gesamtstärke der 30 Gemeindefeuerwehren im Landkreis Schwäbisch Hall ist seit 2016 leicht zurückgegangen. In den 30 Gemeindefeuerwehren waren 2017 insgesamt 2.978 Feuerwehrfrauen und -männer dienstbereit. In den 29 Jugendfeuerwehren engagieren sich aktuell 660 Jugendliche. „Um die Alarmsicherheit auch in Zukunft zu gewährleisten sind die Feuerwehren ständig auf der Suche nach Verstärkung. Über den Zuwachs in unseren Jugendfeuerwehren und den mittlerweile zehn Kinderfeuerwehren freuen wir uns deshalb ganz besonders“, so Kreisbrandmeister Werner Vogel. „Die Feuerwehr ist kein `Hobby`, wer dazugehören möchte muss die Bereitschaft mitbringen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die eigenen Interessen zurückzustellen, wenn wir gebraucht werden.“

Die 2.978 aktiven Mitglieder der Feuerwehren im Landkreis Schwäbisch Hall wurden im vergangenen Jahr zu 272

In Zusammenarbeit mit dem Haller Tagblatt, dem Hohenloher Tagblatt und der Gaildorfer Rundschau ist kürzlich das Jahresmagazin des Kreisfeuerwehrverbandes Schwäbisch Hall e.V. erschienen. Mit einer Auflage von rund 38.000 Stück erreichen die Feuerwehren des Landkreises damit viele Bürgerinnen und Bürger, die sich im neuen Magazin Brandaktuell über die Aktivitäten der Feuerwehren informieren können.
Neben Berichten über Kameraden und deren Engagement, besondere Einsätze und der Reportage über eine Rettung einer eingeklemmten Person aus einem Auto, steht ein Rückblick auf die Großveranstaltung "Erlebnis Feuerwehr" im Mai 2017 im Mittelpunkt der Broschüre. Die Hefte sind bei den Feuerwehren erhältlich oder online hier.

...und der Mutter und der Tochter...

...ins Haller Feuerwehrmuseum geht, können sie über 6000 Ausstellungsstücke aus verschiedenen Epochen bestaunen. Vom einfachen Löscheimer bis zum historischen Feuerwehrhelm, vom Feuerlöscher bis zur Handdruckspritze: Im Museum, das jeden ersten und dritten Sonntag im Monat geöffnet ist, können alle diese Feuerwehrutensilien von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr besichtigt werden. Der nächste Öffnungstermine ist am 6. Mai, das Museum befindet sich in Schwäbisch Hall, Am Ripperg 3. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.hallerfeuerwehrmuseum.de

 

Am 11. Februar 2018, wird zum zehnten Mal überall in Europa der "112-Tag" gefeiert. Ziel ist es, die einheitliche, europaweit gültige Notrufnummer 112 in der Bevölkerung bekannt zu machen. 

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in allen weiteren EU-Ländern sind nämlich unter der kostenlosen Notrufnummer 112 Rettungsdienste und Feuerwehr zu erreichen. 

„Egal, ob es brennt und die Feuerwehr gebraucht wird, oder ob bei einem Unfall der Rettungsdienst vor Ort kommen muss: die 112 ist immer richtig“, bestätigt Kreisbrandmeister Werner Vogel. In unserem Landkreis können die Disponenten in der integrierten Leitstelle in Schwäbisch Hall neben Rettungswagen und Notärzten auch die Feuerwehr und weitere Hilfsorganisationen über die Funkmeldeempfänger alarmieren. Es gibt somit nur einen Ansprechpartner für alle Notfälle. „Dabei ist es egal, ob der Anruf aus dem Festnetz oder dem Mobilfunknetz abgesetzt wird“, so Vogel weiter. Der Anruf werde immer an die nächstgelegene Leitstelle geleitet – europaweit. Wichtig sei nur, dass im Handy eine betriebsbereite SIM-Karte eingelegt ist. Selbst wenn die erreichte Leitstelle nicht zuständig sei, könne der Disponent den Anrufer an die richtige Leitstelle weiterleiten. Dem Kreisbrandmeister ist es ein wichtiges Anliegen, dass Eltern ihren Kindern die  Notrufnummern erklären. Hierzu gehöre auch, dass die Nummer wirklich nur im Notfall und nicht zum Spaß angerufen werden darf. 

Info:

Notrufnummer 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst 

Notrufnummer 110 für Polizei

Die Leitstellendisponenten fragen nach: Was ist passiert? Wo ist es passiert? Wie viele Verletzte oder Beteiligte gibt es? Wer ruft an? Außerdem ist es bei einem Notruf wichtig, auf Rückfragen zu warten.

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