Bei schwülem Sommerwetter am Freitag und zum Teil im Regen am Samstag legten in Schrozberg 36 Gruppen die Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold ab. 20 Schiedsrichter überprüften, ob die Übungen jeweils den Vorgaben entsprachen und so konnte Kreisbrandmeister Werner Vogel folgenden Mannschaften die entsprechenden Leistungsabzeichen ans Revers heften.

Bronze (Löschangriff ohne Atemschutz): Blaufelden (2 Gruppen), Bühlerzell (2), Fichtenberg/Sulzbach-Laufen/Oberrot, Frankenhardt, Kreßberg (2), Niederstetten-Oberstetten (2), Mainhardt (2), Satteldorf/Crailsheim, Schrozberg, Stuppach (2)

Silber (Löschangriff mit Atemschutz und Technische Hilfeleistung): Bühlerzell, Ilshofen/Kirchberg/Vellberg/Wolpertshausen (2 Gruppen), Oberrot (2 ), Obersontheim (2), Rosengarten/Michelbach (2), Satteldorf/Crailsheim, Schrozberg, Untermünkheim (2)

Gold (Löschangriff mit Atemschutz, Technische Hilfeleistung und schriftliche Prüfung): Crailsheim (2 Gruppen), Kirchberg an der Jagst/Rot am See (2), Rot am See (2), Schrozberg 

 

Mitten in den Vorbereitungen auf die Abnahme der Leistungsabzeichen sind derzeit viele Feuerwehren im Landkreis. 38 Gruppen – die jeweils aus neun Feuerwehrleuten bestehen – haben sich angemeldet und wollen am Freitag, dem 24. Juni und am Samstag, dem 25. Juni 2016 in Schrozberg die Abzeichen in Bronze, Silber oder Gold bekommen. Vier Gruppen kommen sogar aus dem Main-Tauber-Kreis nach Schrozberg. Ziel der Leistungsabzeichen ist es, einen Löschangriff und Aufgaben zur Technischen Hilfeleistung innerhalb einer Zeitvorgabe nach einem vorgegebenen Ablauf zu erledigen. Dabei werden die Gruppen von Schiedsrichtern überwacht. Erfolgt die Ausführung nicht, wie in der Vorgabe gefordert, werden Fehlerpunkte vergeben. Vor dem jeweiligen Durchgang werden einzelne Positionen ausgelost. So muss nahezu jeder Teilnehmer wissen, was er als Schlauchtrupp, Angriffstrupp oder Wassertrupp zu tun hat und welche Befehle, Knoten und Handgriffe gefordert werden. „Damit die Fehlerquote gering bleibt, üben die Gruppen bereits seit mehreren Wochen“, weiß Kreisbrandmeister Werner Vogel, dem die Organisation der Veranstaltung obliegt.

 

Wer macht was: Damit alles glatt läuft, werden die Details der Leistungsabzeichen am Anfang noch abgelesen. Später läuft dann alles automatisch.

 

Der Kreisfeuerwehrverband Schwäbisch Hall e.V., dem rund 3.000 Feuerwehrfrauen und -männer in 30 Freiwilligen Feuerwehren und einer Werkfeuerwehr angehören, hat ein Spendenkonto für vom Unwetter geschädigte Feuerwehrkameradinnen und -kameraden aus dem Landkreis eröffnet. Mit 1.500,00 EUR hat der Verband bereits einen Grundstock zur Verfügung gestellt. 

„Wir haben nach dem Tsunami in Thailand und nach dem 11. September 2001 in den USA gespendet, deshalb ist es für uns selbstverständlich, dass wir nun auch die Feuerwehrleute in unserem Landkreis finanziell unterstützen“, so der Verbandsvorsitzende Alfred Fetzer. Er hatte sich am Mittwoch nach dem Unwetter in Braunsbach selbst ein Bild von der Situation vor Ort gemacht. Die Spenden werden über die Kommandanten an die betroffenen Feuerwehrleute verteilt, dabei wird die Bedürftigkeit der Einzelnen berücksichtigt. 

Die Spenden-Kontonummer des Kreisfeuerwehrverbands lautet  DE62 6229 0110 0054 0970 10 bei der VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim eG. Als Verwendungszweck bitte Unwetter 2016 angeben.

Der Kreisfeuerwehrverband hatte bereits im Jahr 1992 die „Kameradschaftshilfe“ gegründet. Mit Spenden von Feuerwehrleuten hat der Verband diese Soforthilfe aufgebaut, die eintritt, wenn Feuerwehrleute im Einsatz zu Tode kommen. Jetzt will der Verband auch den Feuerwehrangehörigen helfen, die durch die Unwetterfolgen geschädigt wurden. 

„Viele nicht betroffene Feuerwehrleute wollten in den vergangenen Tagen vor Ort helfen. Da nicht alle in den betroffenen Ortschaften eingesetzt werden konnten, haben sie nun die Möglichkeit, den Kameradinnen und Kameraden auf diesem Weg zu helfen“, erläutert Alfred Fetzer die Einrichtung des Spendenkontos, auf das aber auch Nichtfeuerwehrleute spenden könnten.  

Der Kreisfeuerwehrverband Schwäbisch Hall e.V. wird auch Spendenbescheinigungen ausstellen. Dafür müssen die Spender nur ihre vollständige Adresse in der Überweisung angeben.

Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen machte sich am Samstag ein Bild von der Lage, den laufenden Arbeiten in Braunsbach und der Koordination im Führungsstab. „Ich bin beeindruckt von der Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen, die zusammen mit Baufirmen und anderen Organisationen, der örtlichen Verwaltung und dem Landratsamt, die Schadensbewältigung zusammen mit den Einwohnern und freiwilligen Helfern in Braunsbach stemmen.“ Braunsbachs Kommandant Rolf Dierolf und der Technische Einsatzleiter Volker Damm beschrieben dem Landesbranddirektor die entstandenen Schäden und die seit einer Woche laufenden Maßnahmen in Braunsbach.   

Auch Hermann Schröder, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz im Innenministerium, bekundete gegenüber den Kreisbrandmeistern Werner Vogel und Jürgen Mors seinen Respekt für die gute Zusammenarbeit nach dem Unwetter im Landkreis Schwäbisch Hall. 

Kommandant Rolf Dierolf (v.l.) und der Technische Einsatzleiter Volker Damm erläutern dem Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen die Lage im Führungsstab. Homrighausen machte sich auch in den Straßen von Braunsbach ein Bild der Lage.

Braunsbach: Ein Bild vor Ort machten sich (von links) Alexander Klenk (stv. Verbandsvorsitzender), Einsatzleiter Jürgen Mors, Landrat Gerhard Bauer, Verbandsvorsitzender Alfred Fetzer und Obmann der Altersabteilungen Gerhard Braun.

 

Pumpen wurden dringend gebraucht.

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Rauchmelder sind in Baden-Württemberg seit 2015 in Häusern und Wohnungen Pflicht. Viele Schlafräume sind jedoch noch nicht mit den kleinen Lebensrettern ausgerüstet. Am Freitag, dem 13. erinnern die Feuerwehren an die Installation der Rauchmelder.

„Ein Brand verändert alles“ ist nicht nur das Motto der Aktion „Rauchmelder Lebensretter“. Auch der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Schwäbisch Hall, Alfred Fetzer, weist damit auf die Gefahren eines Feuers in Wohnhäusern hin. Wenn es tagsüber brennt und das Feuer rechtzeitig erkannt wird, können die Bewohner noch flüchten und die Feuerwehr alarmieren. Der Schaden im Haus kann durch die Gebäudeversicherung oder eine Hausratversicherung bezahlt werden. Bricht jedoch nachts ein Feuer aus, während die Bewohner schlafen, genügen wenige Atemzüge des gefährlichen Brandrauchs und die Schlafenden werden zum Opfer des Rauchs.

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Die Gesamtstärke der 30 Gemeindefeuerwehren im Landkreis Schwäbisch Hall ist seit 2014 leicht zurückgegangen. In den 30 Gemeindefeuerwehren waren 2015 insgesamt 3002 Feuerwehrfrauen und -männer dienstbereit. In den 29 Jugendfeuerwehren engagieren sich aktuell 707 Jugendliche für den Feuerwehrdienst und damit rund 80 mehr als im Vorjahr. „Um die Alarmsicherheit auch in Zukunft zu gewährleisten sind die Feuerwehren ständig auf der Suche nach Verstärkung. Über den Zuwachs in unseren Jugendfeuerwehren freuen wir uns deshalb ganz besonders“, so die beiden Kreisbrandmeister Jürgen Mors und Werner Vogel. „Die Feuerwehr ist kein `Hobby`, wer dazugehören möchte muss die Bereitschaft mitbringen zu jeder Tages- und Nachtzeit die eigenen Interessen zurückzustellen, wenn wir gebraucht werden.“

Die 3002 aktiven Mitglieder der Feuerwehren im Landkreis Schwäbisch Hall wurden im vergangenen Jahr zu 262 Bränden gerufen. 189 Mal rückte die Feuerwehr wegen

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Am 28. November 2015, also vor 100 Tagen, haben die integrierte Leitstelle in Schwäbisch Hall, die 30 freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Schwäbisch Hall und die Werkfeuerwehr Bosch in Crailsheim die Alarmierung von der analogen Form auf die digitale Technik umgestellt.Erstmals in Baden-Württemberg wurden die Meldeempfänger der Feuerwehrleute teilweise mit einer Rückmeldefunktion ausgestattet. Das heißt, nach einer Alarmierung werden die Einsatzkräfte aufgefordert, sich mit „Ich komme“ oder „Ich komme nicht“ zu entscheiden. Der Einsatzleiter kann daraufhin im Gerätehaus feststellen, wie viele seiner Kameradinnen und Kameraden kommen werden, ob diese Kräfte ausreichen oder ob über die Leitstelle weitere Feuerwehren alarmiert werden müssen. Damit ist der Landkreis in Baden-Württemberg Vorreiter auf diesem Gebiet. „Ein zeitgemäßes Alarmierungssystem und Kommunikationsnetz ist nicht nur eine Investition in die Sicherheit der Bevölkerung, sondern auch in die Sicherheit der Einsatzkräfte der Rettungsorganisationen und der Feuerwehren“, so Landrat Gerhard Bauer. 

Nach einer rund zweijährigen Vorbereitungszeit, innerhalb der die Standorte für neue Antennen festgelegt, die Abdeckung und Reichweiten der Funksignale gemessen wurden, die technische Umstellung  erfolgte und erste Erfahrungen mit der neuen Alarmierungstechnik gemacht werden konnten, zogen die verantwortlichen Kreisbrandmeister Jürgen Mors und Werner Vogel jetzt ein erstes Resümee. „Die Umstellung im November des vergangenen Jahres hat bei allen Feuerwehren gut geklappt“, freut sich Jürgen Mors. Die Ausgabe der zirka 3000 neuen Meldeempfänger haben die Feuerwehren selbst organisiert. Da jeder Meldeempfänger für dessen Inhaber individuell programmiert wurde, musste die persönliche Zuordnung gewährleistet werden. Bereits am Nachmittag des Umstellungstages wurden Feuerwehrleute zu Einsätzen alarmiert. Das habe auf Anhieb reibungslos funktioniert. Die Alarmierung über die Sirenen wurde gleichzeitig eingestellt. „Das heißt“, so Werner Vogel, „dass jetzt alle Feuerwehrleute den Meldeempfänger ständig dabei haben, auch die, die bisher kein Alarmierungsgerät hatten.“

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Zum Zuständigkeitsbereich der Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt Schwäbisch Hall gehören unter anderem auch das Feuerwehrwesen und der vorbeugende Brandschutz. Die Aufgaben teilen sich, neben den beiden Kreisbrandmeistern Jürgen Mors und Werner Vogel, künftig Sybille Riedl und Ronny Olbert. Beide stellten sich am 28. Februar 2016 den Feuerwehrkommandanten beim gemeinsamen Arbeitsfrühstück vor.

 

Sybille Riedl arbeitet seit dem 5. August 2015 zu 100 % in der Stabsstelle und ist seit Januar 2016 für alles rund um die Organisation der zirka 20 jährlich stattfindenden Lehrgänge und die Ausbildung der Feuerwehrleute zuständig. Die seitherige Unterscheidung nach den Aufsichtsbezirken Ost und West entfällt damit und Frau Riedl übernimmt die Koordination für den gesamten Landkreis.

Der 31-jährige Ronny Olbert ist seit dem 1. November 2015 in der Stabsstelle unter anderem für die Katastrophenschutzpläne und die Ausstattung des Katastrophenschutzes verantwortlich. Bereits mit zehn Jahren trat er der Jugendfeuerwehr bei und ist seither aktiver Feuerwehrmann. In seiner bisherigen Tätigkeit war er für Arbeitssicherheit und Brandschutz zuständig. Im April 2016 wird er seine zweijährige Ausbildung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst beginnen.

Immer wieder kommt es zu Bränden von Häusern, Scheunen oder Ställen, auf deren Dächer Fotovoltaik-Anlagen aufgebaut sind. So auch beim Brand eines Putenstalls und eines Strohlagers in Rot am See-Buch Ende Januar. In diesem Zusammenhang hat Kreisbrandmeister Werner Vogel Antworten auf die folgenden Fragen gegeben.

Frage: Welche konkreten Gefahren gehen für Feuerwehrleute im Brandfall aus, wenn Fotovoltaik-Anlagen auf einem Dach montiert sind (Hausdach, Stall- oder Scheunendach)?

Antwort:

Grundsätzlich ist für die Feuerwehrleute der Eigenschutz wichtig. Beim Brand von Gebäuden, auf denen Fotovoltaik-Anlagen installiert sind, müssen die Einsatzkräfte wissen, dass die Fotovoltaik-Module immer Strom erzeugen können. Versuche haben ergeben, dass auch ein Abdecken der Platten hier nicht unbedingt Abhilfe schafft. Durch die Reihenschaltung der Module kann eine Gleichspannung von bis zu 900 Volt entstehen. Aufgrund der Hitzeeinwirkung können die Verglasung der Module bersten und die Splitter umherfliegen. Außerdem besteht die Gefahr, dass die gesamte Anlage oder Teile davon vom Dach herab rutschen oder mit dem Dach einbrechen.

Frage: Wie gehen die Feuerwehren mit diesen Gefahren um/Was müssen sie beachten?

Antwort:

Weil die Fotovoltaik-Module auf den Dächern montiert sind, kann ein Feuer von oben, beispielsweise mit einem Löschangriff über eine Drehleiter, nicht mehr so gut gelöscht werden. Da bei einem Dach, das einzustürzen droht, immer damit zu rechnen ist, dass es auch nach außen stürzt, ist in jedem Fall ein Sicherheitsabstand einzuhalten. Ebenso müssen von elektrischen Leitungen Mindestabstände beim Löschen eingehalten werden.

Frage: Sind Ihnen in Ihrem Zuständigkeitsbereich Fälle bekannt, bei denen Feuerwehrfrauen oder -männer durch von einem Brand betroffene Fotovoltaik-Anlagen verletzt wurden?

Antwort: 

Obwohl es immer wieder zu Bränden von Gebäuden kommt, auf denen Fotovoltaik-Anlagen installiert sind, ist mir kein Fall bekannt, bei dem Einsatzkräfte verletzt wurden.

 

Rot am See-Buch: Auch die Nachlöscharbeiten erfolgen aus sicherer Entfernung. Auf dem Dach sind die Fotovoltaik-Platten größtenteils noch unbeschädigt.

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Mi, 07.09.2016 19:30 Uhr
KFV - Ausschuss-Sitzung
Sa, 24.09.2016 10:00 Uhr
KJF - Delegiertenversammlung LJF

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