Das Wählen des Notrufs 112 kann Leben und Sachwerte retten. Doch etwa jeder Fünfte (19 Prozent) in Deutschland kennt die europaweite Notrufnummer 112 nicht oder ist sich unsicher – eine erhebliche Wissenslücke, wie sich aus der repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag von Doctolib aus dem vergangenen Jahr ergibt. Um die Nummer bekannter zu machen, findet deshalb jährlich am 11.2. der europaweite Notruftag statt.
„Die 112 ist die Nummer für schnelle, zuverlässige und qualifizierte Hilfe von Feuerwehr und Rettungsdiensten“, sagt Alfred Fetzer vom Kreisfeuerwehrverband Schwäbisch Hall. „Ein Notruf kann Leben retten – und das in ganz Europa unter der einheitlichen Nummer 112!“
Es ist wichtig, dass alle – ob jung oder alt – die Nummer kennen, um im Notfall schnell Hilfe holen zu können. Niemand braucht Angst davor zu haben, dabei etwas falsch zu machen. Fetzer gibt Tipps und Hinweise rund um den Notruf.
So setzt man einen Notruf richtig ab:
Wenn eine akute Notfallsituation vorliegt, wie schwere Verletzungen, Brände oder Unfälle, sollte man den Notruf wählen. Die Disponenten am anderen Ende der Leitung fragen dann alles ab, was sie wissen müssen. Die einfache Devise: Dran bleiben, nicht gleich wieder auflegen! „Außerdem unterstützen die Disponenten auch mit hilfreichen Anweisungen“, erklärt der Verbandsvorsitzende.
Die wichtigsten Fragen, die am Telefon abgefragt werden, sind:
Wo ist der Notfallort?
Hier ist neben der möglichst genauen Straßenbezeichnung samt Hausnummer auch der Ort des Notfalls wichtig.
Was ist passiert?
Abhängig davon, ob es sich um einen Unfall, ein Feuer oder eine sonstige technische Hilfeleistung handelt, werden unterschiedliche Fahrzeuge und Einsatzkräfte alarmiert. Brennt ein Müllcontainer, kommt die Feuerwehr, bei einem häuslichen Unfall der Rettungsdienst.
Warten auf Rückfragen!
Aufregung und Anspannung sind normal – schließlich wählt man nicht jeden Tag den Notruf! Deshalb fragen die geschulten Leitstellenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter alles Nötige ab. Auflegen erst dann, wenn der Disponent alle Informationen hat.
Hilfs-Apps bei Sprachbarrieren
Für Menschen, die wegen einer Sprach- oder Hörbehinderung nicht gut oder gar nicht telefonieren und den Sprachnotruf 112 deshalb nicht nutzen können, stehen beispielsweise die Notruf-App „nora“, der Tess-Relay-Dienst und die Notruf-SMS oder das sogenannte Gehörlosenfax zur Verfügung, um einen Notruf abzusetzen.
Mit Kindern sprechen.
Auch Kinder sollten in einem Notfall wissen, was zu tun ist. Dafür hat der Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg zusammen mit dem Fachausschuss „Brandschutzerziehung und -aufklärung“ sowie der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg verschiedene Arbeitsmittel rund um den Notruf 112 erstellt. Der Feuerwehr-Löwe Badele und sein Freund, der kleine Elefant Württele, zeigen kindgerecht, wie der Notruf 112 geht. Der Animationsclip auf Youtube ist hier zu finden. Weitere begleitende Unterlagen zum Clip sind auf der Internetseite des Landesfeuerwehrverbands verfügbar.


