Interview mit Kreisjugendsprecher Daniel Ansorge (17 Jahre) aus Gerabronn-Amlishagen 

Eintritt in die Feuerwehr: 
Den ersten richtigen Kontakt mit der Feuerwehr hatte ich mit dem Eintritt in die Löschzwerge Gerabronn mit fünf Jahren. Mit zehn Jahren bin ich zur Jugendfeuerwehr übergewechselt.

 

Warum wolltest du Kreisjugendsprecher werden und was sind deine Wünsche & Erwartungen?


Schon seit längerem war mir klar, dass die Jugendfeuerwehr für mich mehr als nur ein Nebenhobby ist. Die Übungen machen mir immer viel Freude und das Leben rund um die Feuerwehr fasziniert mich sehr. Auch privat beschäftige ich mich viel mit dem Thema Feuerwehr und mache mir oft Gedanken, wie eine Jugendfeuerwehr attraktiver werden kann. Meiner Meinung nach können schon kleine Veränderungen und Aktionen die Jugendfeuerwehr ansprechender machen und einige neue interessierte Jugendliche mit sich bringen. Dazu möchte ich aktiv beitragen.  

Außerdem macht es mir Spaß, Zeit mit der Jugendfeuerwehr zu verbringen und andere Jugendliche kennen zu lernen sowie ihre Meinungen zu erfahren. Mir ist es wichtig, Verbesserungsmöglichkeiten an die Verantwortlichen weiterzugeben. Ich möchte in der Jugendfeuerwehr miteinander etwas positiv verändern und habe mich deshalb entschlossen, für das Amt des Kreisjugendsprechers zu kandidieren. 

Als Jugendsprecher wünsche ich mir, dass wir im Kreisjugendforum einiges an Neuem umsetzen können und unsere Jugendfeuerwehren in Richtung Zukunft stellen, sodass wir attraktiver werden und weiter wachsen. Dazu würde ich mich über Jugendliche freuen, die neue Ideen mitbringen und auch bereit sind, an dessen Umsetzung mitzuarbeiten. 

Natürlich wünsche ich mir auch die nötige Unterstützung von unseren Verantwortlichen, den Jugendwarten und Betreuern, sowie die regelmäßige Kommunikation mit dem Kreisfeuerwehrverband. Insgesamt denke ich, dass das Kreisjugendforum eine große Bereicherung für die Feuerwehren im Kreis werden kann. 

Wie sieht deiner Meinung nach der perfekte Kreisjugendsprecher aus?
Ein Kreisjugendsprecher sollte interessiert an allen Jugendfeuerwehren des Landkreises sein. Er sollte mit Begeisterung auf das Amt hinblicken.

Da er zwischen Jugendlichen und Betreuern vermittelt, sollte er offen, freundlich, aber auch kritikfähig sein und für alle Jugendlichen im Kreis ein offenes Ohr haben. Außerdem sollte er eigene Vorstellungen und Ideen in der Kreisjugendfeuerwehr einbringen. Neben der benötigten Zeit und Ausdauer, sollte auch die Bereitschaft vorhanden sein, vor Jugendlichen und Verantwortlichen zu sprechen. Zuletzt sollte er natürlich auch Spaß bei seinen Aufgaben haben.

An welches besondere Ereignis kannst du dich in der Jugendfeuerwehrzeit erinnern?
In meiner bisherigen Jugendfeuerwehrzeit gab es schon viele schöne Ereignisse. 

Am schönsten ist immer wieder der BF-Tag meiner Jugendfeuerwehr mit den Jugendwehren Langenburg und Kirchberg. Konkret erinnere ich mich an einen Brand im Jagsttal, bei dem ein großes Lagerfeuer zu löschen war. Dazu mussten wir bei Dunkelheit und mit Blaulicht eine lange Schlauchleitung von der Jagst zum Brandort legen. Wir Jugendlichen, bzw. die jeweiligen Gruppenführer mussten dabei selber überlegen, wie dies zu meistern ist. Leider kam am Schluss kein Wasser und das Feuer musste anderweitig gelöscht werden. 

Worin unterscheidet sich deiner Meinung nach die Jugendfeuerwehr zu anderen Vereinen?
Die Jugendfeuerwehr ist die Nachwuchsgruppe einer der flächendeckendsten und wichtigsten Hilfsorganisation. Hauptsächlich geht es dort um das Vorbereiten von „Retten“ und „Helfen“ in Notsituationen und Bränden. Bei den Übungen lernt man neben neuen Jugendlichen auch aktive Feuerwehrmitglieder kennen, die ihre Erfahrungen vieler Einsätze an die Jugendlichen weitergeben. Außerdem kann man die Feuerwehrtechnik und den Umgang damit kennen lernen. 

Der Unterschied zu anderen Vereinen besteht meiner Meinung nach darin, dass es bei der Feuerwehr und damit auch der Jugend vorrangig um das „Helfen“ in der Gesellschaft geht.

Hast du weitere Hobbies?
Neben meinem Hobby der Feuerwehr, mit welchem ich viel Zeit verbringe, fahre ich gerne Fahrrad, gehe Laufen oder treffe mich mit Freunden. Außerdem interessiere ich mich momentan etwas für Politik und gesellschaftliche Themen. 

Was möchtest du später einmal beruflich ausüben und warum?
Mein späterer beruflicher Weg steht noch völlig offen. Momentan besuche ich ein Technisches Gymnasium, da meine Neigungen im technischen Bereich liegen. In Frage käme für mich zum Beispiel eine Arbeitsstelle im Bereich Elektrotechnik. Einen Beruf im politischen Bereich könnte ich mir ebenfalls vorstellen, oder auch als Beamter in einer   Berufsfeuerwehr. In jedem Fall werde ich zumindest ehrenamtlich in der Feuerwehr aktiv bleiben.

 

 

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25. Januar 2020

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